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Trauriger Fund am Priwallufer

toter Schweinswal liegt auf einem Metallgitter neben einem Geländewagenrad im Schnee

13. Januar 2026 — Dieser tote Gewöhnliche Schweinswal (Phocoena phocoena) wurde vor zwei Tagen am westlichen Ufer des Priwalls entlang der Trave gegenüber des Skandinavienkais angespült. Sowohl an der Flanke als auch am Bauch hatte er tiefe Fleischwunden erlitten. Wir dachten anfangs, dass er in eine Schiffsschraube geraten sei, doch vermutlich rühren die Verletzungen von einer Attacke seitens einer Kegelrobbe (Halichoerus grypus).

Nachdem der Jagdausübungsberechtige des Priwalls den Kadaver geborgen hatte und er bei uns an der Naturwerkstatt zwischengelagert wurde, holte ihn am heutigen Abend ein Seehundjäger ab, der ihn bald zusammen mit anderen Totfunden ins Forschungs- und Technologiezentrum Westküste in Büsum bringen wird. In diesem Institut, das zur Kieler Christian-Albrechts-Universität gehört, werden die Tiere seziert und untersucht, um die genaue Todesursache zu bestimmen. 

Was sind eigentlich Seehundjäger? Es handelt sich um offiziell vom Land Schleswig-Holstein bestellte und ehrenamtlich arbeitende Jagdaufseher, die eine sehr wichtige Rolle im hiesigen Meeressäugermanagement spielen. Beispielsweise kümmern sie sich um verletzte Jungtiere, erlösen aber auch schwerverletzte Tiere und sammeln Kadaver ein. Für diesen Job – der in Niedersachsen übrigens „Wattenjagdaufseher“ heißt – benötigt man einen Jagdschein und muss regelmäßige Lehrgänge und Fortbildungen absolvieren.

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