Tote Kegelrobbe am Priwallstrand
27. Januar 2026 — Nur zwei Wochen ist es her, dass wir euch hier Fotos eines toten Schweinswales gezeigt haben, der am Ufer des Priwalls angespült worden war. Er war – vermutlich im Nahrungswettstreit oder Revierkampf – von einer Kegelrobbe attackiert worden.
Ungerne würden wir den Januar nun zum „Monat der toten Meeressäuger“ küren, doch heute mussten wir eine 1,4 Meter lange, ebensolche Kegelrobbe (Halichoerus grypus) in den Schnee neben die Naturwerkstatt legen. Sie wurde am Ostseestrand kurz vor der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern gefunden und kam wohl auf die gleiche Art ums Leben.
Lebende Tiere sind uns lieber, klar; aber letztlich ist das der natürliche Lauf der Dinge. Anders als bei Arielle ist „unten im Meer“ eben auch nicht alles paradiesisch, sondern stattdessen tagtäglicher Überlebenskampf. Der Blick auf die Robbe erinnerte uns daher erneut, dass man bestenfalls nicht allzu zart besaitet sein sollte, wenn man sich von Berufs wegen mit der Vielfalt der Natur in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen befasst.