Vogel des Monats: Januar
14. Januar 2026 — Der Singschwan: Winterzauber im Norden. Mit seinem strahlend weißen Gefieder, dem langen geraden Hals und dem auffälligen gelb-schwarzen Schnabel ist der Singschwan (Cygnus cygnus) ein beeindruckender Anblick. Seinen Namen verdankt er seinen lauten, trompetenartigen Rufen, die oft weit über Seen und Wiesen zu hören sind.
Ursprünglich stammt der Singschwan aus den nördlichen Regionen Eurasiens. Im Winter zieht es viele von ihnen in den Norden Deutschlands, wo sie an Seen, Küsten, Flussniederungen und auf Feldern Nahrung finden. Schlafen und ruhen sie meist auf dem Wasser oder in flachen Uferbereichen.
Singschwäne ernähren sich überwiegend von Wasserpflanzen, Gräsern und im Winter auch von Winterraps. Sie leben monogam und bleiben ihrem Partner oft ein Leben lang treu. Gebrütet wird im Sommer in den ruhigen Moor- und Seenlandschaften des hohen Nordens.
Während des Winters halten sich zigtausende Singschwäne in Deutschland auf, auch hier bei uns im Norden am Dummersofer Ufer, am Dassower See oder an der Wismarbucht sind sie zu sehen, insgesamt über 3000. Gleichzeitig gibt es inzwischen auch wieder einige Dutzend Brutpaare in Nord- und Ostdeutschland – ein schönes Zeichen für den Erfolg des Artenschutzes.
Ein stiller Blickfang, ein kraftvoller Ruf und ein echtes Symbol für den Winter im Norden.