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Eine herkulische Aufgabe

1. Juli 2026 — Heute haben die Naturwerkstatt-FÖJlerinnen Mary und Lena in der Landschaftspflege ausgeholfen, um den im Naturschutzgebiet „Südlicher Priwall“ wuchernden Riesen-Bärenklau (auch Herkulesstaude genannt; 𝘏𝘦𝘳𝘢𝘤𝘭𝘦𝘶𝘮 𝘮𝘢𝘯𝘵𝘦𝘨𝘢𝘻𝘻𝘪𝘢𝘯𝘶𝘮) zu entfernen. 

Er stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wurde im 19. Jahrhundert aufgrund seiner dekorativen Doldenblüte und seiner imposanten Größe als Zierpflanze für Parks und Gärten in Mitteleuropa und Nordamerika eingeführt.

Im Laufe der Jahre wurde allerdings klar, dass er als invasiver Neophyt angesehen werden muss – also als „gebietsfremde Art, deren Einbringung oder Ausbreitung die Biodiversität und die damit verbundenen Ökosystemdienstleistungen gefährdet oder nachteilig beeinflusst“ (laut EU-Verordnung). Problematisch beim Riesen-Bärenklau ist vor allem, dass von ihm dominierte Standorte wegen der Verschattung ein geringeres Artenspektrum in der Krautschicht aufweisen. 

Außerdem – auch nicht toll: Die Art bildet einige Substanzen, die bei einem Hautkontakt mit den Blättern oder sogar bloßer Nähe zur Pflanze und in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch wirken. Das Ergebnis kann von Rötungen und Reizungen bis zu Verbrennungen zweiten Grades und akuter Bronchitis reichen.

Also weg damit. Mary und Lena wurden aktiv, bevor die Pflanze Samen bildete, denn anderenfalls ist eine effektive Bekämpfung aussichtslos.

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