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Kinder beim Malen und Zeichnen im Freien an einem Holztisch.
Kindergarten und Spielgruppen

Naturkindergarten die Bergwichtel

Bei uns entdecken die Kinder die Natur mit allen Sinnen – bei jedem Wetter, ohne Spielzeug, aber mit umso mehr Fantasie!

Kindergarten und Spielgruppen für Kinder

Naturkindergarten „Bergwichtel“

Seit dem Jahr 2002 ist der Naturkindergarten „Bergwichtel“ im hinteren Hofbereich des Landschaftspflegevereins Dummersdorfer Ufer e.V. ansässig.

Die KiTa wurde damals gegründet, um Kindern die Natur spielerisch näherzubringen: Wir spielen, lernen, erleben, erfahren und toben ausschließlich draußen, ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint. Die Kinder erleben in dem naturnahen Kindergartenbereich die Jahreszeiten hautnah mit all ihren Facetten.

So können sie in Ruhe den Regenwurm beobachten, der sich im gruppeneigenen Gemüsegarten seinen Weg durch die Erde bahnt oder den Schmetterling, der sich aus einer Raupe in ein wundersames Geschöpf der Natur entwickelt. Auf ihrer Entdeckungsreise lernen die Kinder soziale Kompetenz, sowie Rücksichtnahme und leben Solidarität.

Kinder erforschen mit einem Kescher in einem sonnigen Wald.

In extremen Wettersituationen können wir in unserer ,Schutzhütte', dem Bauwagen, kurzzeitig beim Vorlesen zur Ruhe kommen, evtl. eine Mahlzeit einnehmen oder uns im Winter auch aufwärmen, bevor die Kinder sich wieder mit viel Abenteuerlust und Spaß nach draußen begeben. Das geheimnisvolle Dornenwäldchen weckt die Fantasie und nach einer kleinen Klettertour auf unseren Kletterbäumen wirkt die Welt plötzlich riesengroß. So entwickeln die Kinder eine liebevolle Beziehung zur Natur und zu sich selbst.

Das Leben der Kinder richtet sich nach den Jahreszeiten, Rhythmen, Regeln und immer wiederkehrenden Abläufen. Dieses bietet ihnen einen lebendigen Rahmen für Orientierung, Halt und Vertrauen. Sie stärken ihre motorische Fitness, die gesundheitliche Abhärtung, Immunabwehr und den Einsatz aller Sinne.

Unsere Betreuungszeiten sind von 8:00 bis 14:00 Uhr oder 7:30 bis 15:30 Uhr.

Es gibt ein kindgerechtes Mittagessen und spätestens um 15:30 Uhr werden die Kinder – erschöpft, aber glücklich und zufrieden – von ihren Eltern abgeholt.

Auch die Kleinsten schnuppern Frischluft: Innerhalb eines Jahres werden die 2- bis 3-jährigen Kinder in unserer Spielgruppe an das Landleben gewöhnt und auf altersgerechte Weise auf die Zeit im Naturkindergarten vorbereitet. Die Spielgruppe trifft sich zweimal in der Woche von 9:00 bis 12:00 Uhr.

Auf einem eigenen Gruppengelände spielen maximal fünf Kleinstkinder miteinander und lernen im Laufe des Jahres auch mal die ,Großen' kennen. Auch hier steht der Gruppe ein kleiner, gemütlicher Bauwagen zur Verfügung.

Unser Leitbild und das Konzept des Naturkindergartens

In unserem Naturkindergarten möchten wir den Kindern die Natur näherbringen. Sie sollen die Natur mit allen Sinnen verstehen und lieben lernen.

„Die Kinder von heute brauchen Natur, um zu lernen, als Erwachsene von morgen verantwortungsvoll zu leben und zu handeln.“ (K. Blessing)

Sie wünschen ausführlichere Informationen zu unserer Grundhaltung, unseren Methoden und der Konzeption des Naturkindergartens „Bergwichtel“? Gern bieten wir Ihnen an dieser Stelle weiterreichende Informationen hierzu an. 

Konzeption des Naturkindergarten

Unser Leitbild

Unsere Grundhaltung
  • Durch intensive Begleitung und Beobachtung unterstützen wir jedes Kind bei seinen mitgebrachten Fähigkeiten und Fertigkeiten, stärken sowie fördern es und nehmen es als eigenständige Persönlichkeit an.
  • Wir begleiten jedes einzelne Kind mit positiver Zuneigung. Wir achten und wertschätzen es, nehmen es ernst und respektieren es mit all seinen Anliegen, Äußerungen, Fragen sowie Gefühlen und begleiten es in seinem Tagesablauf.
  • Wir lassen die Kinder ihre Grenzen erproben und unterstützen sie, selbständig Lösungen zu finden.
  • Das Kind und die Familie sind Mittelpunkt unserer Arbeit.In unserer Arbeit sehen wir uns als Partner für die Familien. Wertschätzung, Offenheit und Transparenz gegenüber Eltern sind die Basis für eine gelingende Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes.
  • Wir als Personal wollen den Kindern ein gelebtes Vorbild sein.
Unsere Methoden
  • Wir bieten durch Rituale, gemeinsame Aktivitäten und Regeln eine festen Rahmen, der den Gemeinschaftssinn der Kinder stärkt.
  • Kinder lernen, aufeinander Rücksicht zu nehmen und füreinander da zu sein. Innerhalb der Gruppe soll sich das Kind wohl fühlen und Gemeinschaft erleben.
  • Gleichzeitig haben die Kinder Raum, um ihrem Bewegungsdrang, ebenso wie ihrem Ruhebedürfnis nachgehen zu können.
  • Im Jahreszeitenverlauf nehmen sich die Kinder als Teil der Natur wahr. Durch
    Naturbeobachtungen, Bestimmungsbücher sowie begleitende Geschichten und Bilderbücher lernen sie die Natur mit all ihren Sinnen zu begreifen und mit ihr zu leben.
  • Durch das tägliche Leben in der freien Natur erfahren und erleben die Kinder den achtsamen und toleranten Umgang mit Pflanzen, Tieren und Menschen.
  • Die Kinder schulen die Wahrnehmung aller Sinne und der bewusste Verzicht auf vorgefertigtes Spielzeug fördert das ideenreiche Spiel.
  • Die Natur bietet eine große Vielfalt an Bewegungsanlässen und Möglichkeiten. Die eigenen Kräfte ausprobieren können, hüpfen, springen, klettern, balancieren und kriechen stärken Sicherheit und Selbstbewusstsein der Kinder. Das Erfahren der körperlichen Grenzerlebnisse schafft ein stabiles Fundament, um auch mit psychischen Belastungs- und Stresssituationen schafft ein stabiles Fundament, um auch mit psychischen Belastungs- und Stresssituationen besser umgehen zu können. Darüber hinaus ist eine ausgeprägte Grobmotorik die Basis füreine funktionierende Feinmotorik
  • Die Kinder werden Entdecker, Hüttenbauer, Werkzeugmacher und Sammler.
  • Die Reizarmut fördert die Kreativität der Kinder

Konzeption des Naturkindergarten „Bergwichtel“ am Dummersdorfer Ufer

Was ist ein Naturkindergarten?

„Eine Naturkindertagesstätte hat keine Türen, kein Dach und keine Wände. Der Gruppenraum ist die Natur. Ob Sonnenschein, Regen oder Schnee – Kinder und pädagogische Fachkräfte sind unterwegs im Wald, auf der Wiese oder am Strand. Was die Kinder zum Spielen brauchen, finden sie draußen: Stöcke und Steine, Bucheckern, Schneckenhäuser und vieles mehr. In einer anregungsreichen Umgebung finden Kinder zahlreiche Anstöße, sich mit der Weltauseinanderzusetzen.“

(Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein)

Die Idee des Naturkindergartens stammt aus Skandinavien, wo bereits seit vielen Jahren Einrichtungen dieser Art bestehen. Auch in Deutschland gewinnt das Konzept der Natur- und Waldpädagogik immer mehr an Ansehen. Seit der Gründung des ersten Waldkindergartens Mitte der 1970er Jahre haben sich Naturkindergärten inzwischen in der gesamten Bundesrepublik
etabliert.

Kinder gehen unbefangener auf die Natur zu als Erwachsene. Sie erhalten den Zugang zur Natur mit allen Sinnen. Dadurch sind Naturerfahrungen noch nach vielen Jahren fest verankert und lebendig. Trotz steigendem Umweltbewusstsein nehmen die Naturkenntnisse der Menschen stetig ab. Heutzutage kennen sich viele Kinder weitaus besser in den Bereichen Fernsehserien und Videospielen aus, als mit dem Erkennen von Baumarten und Vogelstimmen. Deshalb ist es wichtig, ihnen spielerisch die Bereitschaft zum Engagement für eine intakte Umwelt zu vermitteln.

Ein Naturkindergarten gibt Kindern die Chance, eine natürlich gewachsene und liebevolle Beziehung zu ihrer Umwelt aufzubauen. Sie haben die Möglichkeit, ihre Umgebung zu erforschen und ein Bewusstsein für die Natur zu entwickeln sowie persönlich Verantwortung für diese zu übernehmen.

Was bietet der Naturkindergarten auf der Naturschutzstation Dummersdorfer Ufer?

Das Gelände unseres Naturkindergartens befindet sich auf der Naturschutzstation Traveförde des Landschaftspflegevereins Dummersdorfer Ufer e.V. Das weitläufige Areal existiert unter der Obhut des Vereins seit über 30 Jahren. Seit 1997 wird hier Ökopädagogik in Form von unterschiedlichen Aktionen für Kindergärten, Schulklassen und Interessierte angeboten.

Das ganze Jahr über grast hier eine kleine Herde Schafe und Ziegen. Der Kontakt mit den Tieren auf dem Hof wird gepflegt. Des Weiteren sind mehrere Biotope, ein Ökogarten, viele Obstbäume und große Wiesen zu finden.

Um eine Beziehung zur Umwelt herstellen zu können, müssen Kinder diese verstehen. Dafür sind persönliche und ausgedehnte Naturerlebnisse erforderlich, damit sich die Kinder intensiv mit ihrer Umwelt auseinandersetzen und von ihr lernen können. Naturkontakte sind bei uns jederzeit und überall möglich.

Die Naturschutzstation bietet den Kindern vielfältige Entfaltungs- und Gestaltungsmöglichkeiten: Sie können rennen, forschen, klettern, balancieren, Höhlen bauen, beobachten etc. Dem kindlichen Bewegungsdrang sind auf unserem weitläufigen Gelände nur wenige Beschränkungen auferlegt.

Bei Naturerlebnisspielen steht die Möglichkeit, persönliche Bezüge zur Natur herstellen zu können, im Vordergrund. Bei der Auseinandersetzung mit Naturmaterialien können Kinder ihre Fantasie frei entfalten. Ihre Kreativität wird gefördert und mit ihren Werken können sie sich mitteilen und Gefühle offenbaren. Die Arbeit mit Naturmaterialien ist außerdem der Weg, um Erlebtes zu verarbeiten, neue Ideen zu entwickeln und ihre eigene Persönlichkeit in Zusammenhang mit ihrer Umwelt zu
bringen.

Nur wenn Kinder ihre soziale und natürliche Umwelt aktiv wahrnehmen, erleben und begreifen, sind sie in der Lage, die Zusammenhänge, Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen Menschen, Tieren sowie der Natur zu erkennen und zu verstehen.

Die Rahmenbedingungen

Der Personalbedarf orientiert sich an den Mindestanforderungen für die Einrichtung von Kindertagesstätten gemäß §§ 7 und 12 KiTaG. Das pädagogische Team betreut zwei Halbtags- und eine Ganztagsgruppe mit jeweils insgesamt bis zu 16 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren. Die reguläre Betreuungszeit erstreckt sich von 7:30 bis 14:00 Uhr.

Zusätzlich wird eine Nachmittagsbetreuung bis 15:30 Uhr inklusive Mittagessen angeboten. Die Mahlzeiten werden extern geliefert und in den Bauwägen eingenommen. Für die Gruppen „Igel“, „Fuchs“ und „Eule“ steht jeweils ein beheizbarer Bauwagen oder eine Hütte mit Terrasse zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es eine gemeinsame Bauhütte mit Werkbank, die von allen Gruppen genutzt werden kann. Zum Gelände gehören Ställe für Nutztiere, eine große Scheune sowie ein Gebäude mit Kinderküche, Sanitäranlagen sowie Büro-, Seminar- und Gemeinschaftsräumen.

Bei ungünstiger Witterung können Aktivitäten in die Innenräume verlegt werden. Der Seminarraum wird zudem für ergänzende pädagogische Angebote genutzt.

Die jährlichen Schließzeiten werden individuell festgelegt; die konkreten Termine werden spätestens bis zum 30.11. bekanntgegeben.

Der Naturkindergarten bietet Praktikumsplätze für Schülerinnen und Schüler der Fachschulen aus Lübeck und Umgebung, für Schulpraktikantinnen und -praktikanten sowie für Bundesfreiwillige. Auf diese Weise erhalten die Praktikantinnen und Praktikanten Einblicke in die Tätigkeitsfelder von Erzieherinnen und Erziehern sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen.

Unser Team

In unserer Einrichtung arbeiten wir mit großem Engagement und gegenseitiger Wertschätzung: Ein Team aus sieben staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erziehern sowie eine kaufmännische Leitung sorgen für einen verlässlichen Betreuungs- und Verwaltungsablauf. Ergänzt wird das Stammpersonal durch erfahrene Vertretungskräfte, die kurzfristig bei Urlaub oder Krankheitsausfällen einspringen.

Für die fachliche Qualität und Weiterentwicklung des pädagogischen Handelns finden regelmäßige Fachberatungen und zielgerichtete Fortbildungen statt. Zur Aufrechterhaltung hoher Hygienestandards und eines gepflegten Raumangebots kümmert sich täglich eine Reinigungskraft um die festen Räume des Kindergartens. Darüber hinaus begleiten Bundesfreiwillige sowie Praktikantinnen und Praktikanten verschiedener Schulen die Gruppen tage- oder wochenweise im Rahmen ihrer Ausbildung und bereichern so das pädagogische Angebot.

Die pädagogischen Inhalte des Naturkindergartens

Unser Kindergarten bietet die Förderung der Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit, was im Auftrag von Betreuung, Bildung und Erziehung erfüllt wird. Die Nähe zur Natur dient als vielfältige Bewegungs- und Wahrnehmungswelt. Es werden die Fantasie, Kreativität, sinnliche Wahrnehmung und motorische Eigenaktivität des Kindes gefördert. Das unterstützt die Wahrnehmung persönlicher Bedürfnisse und das Selbstvertrauen.

Unser Kindergarten legt einen wesentlichen Grundstein für das spätere Umweltbewusstsein und vermittelt nahezu auf ideale Weise soziales sowie umweltgerechtes Verhalten, zum Beispiel bei der Beet- und Gartenpflege, dem Spielen mit Naturmaterialien und den Verhaltensregeln in der Natur. Im täglichen Umgang mit Naturmaterialien und Werkzeugen werden außerdem die Grob-und Feinmotorik gefördert.

Ein Kindergartenalltag in der Natur bedeutet vor allem die Förderung im psychomotorischen Bereich, viel Naturerleben und die Stärkung der körperlichen Konstitution. Durch eine nahezu uneingeschränkte Bewegungsfreiheit werden innere Spannungen abgebaut.

Buntes Banner mit Schriftzug KITA BERGWICHTEL und Kinderhandabdrücken
Kind in Regenjacke beobachtet Schafherde vor Bauernhöfen bei sonnigem Wetter
Kinder und Betreuer wandern auf Trampelpfad durch grünes Wiesengelände
Holzspielhäuser und ein Wagen vor Laubbäumen in einem sonnigen Spielplatzgarten
Kinder in bunten Winterjacken malen mit Stöcken auf zugefrorenem Wasser in einer Wanne
Zwei Kinder füttern mehrere Ziegen über einen Holzzaun auf einem Bauernhof
Kinder in Winterkleidung schauen auf ein brennendes Lehmbackofenfeuer beim Ausflug
Buntes Banner mit Schriftzug KITA BERGWICHTEL und Kinderhandabdrücken
Kind in Regenjacke beobachtet Schafherde vor Bauernhöfen bei sonnigem Wetter
Kinder und Betreuer wandern auf Trampelpfad durch grünes Wiesengelände
Holzspielhäuser und ein Wagen vor Laubbäumen in einem sonnigen Spielplatzgarten
Kinder in bunten Winterjacken malen mit Stöcken auf zugefrorenem Wasser in einer Wanne
Zwei Kinder füttern mehrere Ziegen über einen Holzzaun auf einem Bauernhof
Kinder in Winterkleidung schauen auf ein brennendes Lehmbackofenfeuer beim Ausflug
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