Vogel des Monats: März
5. März 2026 — Der Kiebitz: Charaktervogel unserer Wiesen
Mit seiner auffälligen Federhaube, dem schwarz-weißen Gefieder und seinem unverwechselbaren Ruf „kie-witt“ gehört der Kiebitz zu den markantesten Vögeln unserer offenen Landschaft. Besonders beeindruckend sind seine Balzflüge im Frühjahr: Mit rasanten Sturzflügen, schnellen Wendungen und akrobatischen Rollen verteidigt das Männchen sein Revier – ein echtes Naturschauspiel über der Priwallwiese.
Der Kiebitz brütet hier auf dem kahlen am Boden, oft auf einer von flachem Wasser umgebenden Grasbülte. Seine Eier sind perfekt getarnt und kaum vom Untergrund zu unterscheiden. Zur Nahrungssuche braucht er feuchte, von nur kurzer Vegetation bewachsene Flächen, denn er ernährt sich vor allem von Regenwürmern, Insekten, Spinnen und anderen kleinen Bodentieren.
Im Herbst ziehen viele Kiebitze nach Westeuropa weiter – etwa nach Frankreich, Großbritannien oder in die Niederlande, manche sogar bis in den Mittelmeerraum. In milden Wintern bleiben einige Tiere auch hier.
Doch der elegante Wiesenvogel ist stark gefährdet. Entwässerung, intensive Landwirtschaft und der Verlust feuchter Lebensräume machen ihm zunehmend zu schaffen. Die letzte größere Population des lübecker Raumes lebt heute wieder im Naturschutzgebiet „Südlicher Priwall“. Seit der Übernahme der Betreuung (2009) und der Pacht der Priwallwiese durch den LPV konnten hier durch den Verein Schutzmaßnahmen und die Bewirtschaftung der Wiese (mit dem Ziel einer kurzgrasigen Vegetation zum Beginn der Brutzeit im März) imitiert werden, die zur Regeneration der Ende der 1960er Jahre zusammengebrochenen Kiebitzpopulation geführt haben.
Inzwischen brüten wieder etwa 20 Paare alljährlich auf dem Priwall.
Daher starten wir in der kommenden Woche mit unseren Schutzmaßnahmen auf dem Priwall und stellen Zäune auf, damit die Kiebitze in Ruhe, geschützt vor Fuchs und Mader Hund, brüten können.