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Pötenitzer Strandwiesen
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Dotterblumenbestand |
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Direkt an den Priwall grenzen auf Mecklenburger Seite die Pötenitzer Strandwiesen an. Sie gehören zum Naturschutzgebiet
„Küstenlandschaft zwischen Priwall und Barendorf mit Hakenbäkniederung“. Das Gebiet ist aus einem verlandeten Strandsee hervorgegangen,
der ehemals durch Strandwälle von der Ostsee abgeriegelt wurde.
Seit 1935 ist die als Grünland genutzte Fläche tief greifend mit Hilfe eines Schöpfwerkes entwässert worden. Die Dünen wurden bis
Anfang des 20. Jh. mit Schafen beweidet und später im Gebiet des ehemaligen Grenzstreifens offen gehalten. Heute sind sie in weiten
Bereichen von Sanddorngebüschen, Eichen und Kiefern geprägt. Es gibt aber noch freie Flächen, die seltene Pflanzenarten wie die
Sand-Strohblume und insbesondere große Bestände der Wiesen-Kuhschelle beherbergen. Solch offen-sandige Strukturen können aber nur
durch Pflegemaßnahmen und/oder Beweidung erhalten werden. In den Gebüschen brüten unter anderem Karmingimpel, Sperbergrasmücke und
Neuntöter.
Die angrenzenden Strandbereiche sind leider nicht geschützt und deshalb dem wachsenden Druck des Freizeit- und Erholungstourismus
ausgesetzt. Bis zur Grenzöffnung hier brütende seltene Vogelarten wie die Zwergseeschwalbe und der Sandregenpfeifer sind inzwischen
verdrängt worden.
Seit einigen Jahren wird die Wiedervernässung der Strandwiesen angestrebt, die nun bald realisiert werden soll. Hierzu ist im
Bereich der Pötenitzer Wik eine teilweise Deichöffnung geplant, wodurch die Wiesen wieder dem Überflutungsregime der Ostsee ausgesetzt
werden. So soll sich neben flachen Überschwemmungsbereichen vor allem durch Beweidung offen gehaltenes Grünland entwickeln, welches
sowohl Zug- und Rastvögeln als auch Wiesenbrütern neuen Lebensraum bietet. In Teilbereichen werden sich außerdem selten gewordene
Brackwasserröhrichte entwickeln.
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